20. Fachkongress für Holzenergie: Special Session zum Thema Schadholz

Der Klimawandel schlägt auch im Wald voll durch. Dürren, Käferkalamitäten und ungekannte Waldbrände sind nur drei Symptome des fortschreitenden Klimawandels. Das Ergebnis sind Unmengen an Schadholz, dass stofflich nicht mehr genutzt werden kann. Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) schätzt Flächen von mindestens 180.000 ha im Jahr 2019 in Deutschland, die von Schadereignissen betroffen sind. Was mit dem ganzen Holz geschehen soll, ist teilweise fraglich. Die Preise sind im Keller und die Absatzwege stocken.

Eine Lösungsoption bietet die energetische Verwertung. Die Special Session „Holzenergie als Partner im Risikomanagement durch Schadholzverwertung“ widmet sich diesem Lösungsansatz und zeigt Optionen und Konzepte auf, wie man die Chancen der Krise nutzen kann.

Sebastian Henghuber von der MW Biomasse AG startet die Session mit den Optionen, die sich für Schadholzsortimente durch regionales Wärme-Contracting aus Waldbesitzerhand ergeben können. Im Anschluss daran stellt Johannes Röhl von der Wittgenstein-Berleburg‘sche Rentkammer aus Sicht eines Großprivatwaldes dar, inwieweit die verfügbaren Potentiale in die energetische Nutzung abfließen können. Silvio Mergner spannt diesen Bogen weiter und skizziert das Bild aus bayerischer Sicht in Bezug auf die Bayerischen Staatsforsten sowie welche Rolle diese Verwertungsschiene im betrieblichen Risikomanagement spielt und welchen Einfluss das Schadholz auf die Geschäfte hat.

Abschließend schauen wir über die Grenze nach Österreich, wie unser Nachbarland mit der aktuellen Situation umgeht. Christoph Pfemeter geht auf die sich ergebenden Chancen der aktuellen Situation ein und zeigt auf, welche Lösungswege erfolgversprechend sind.