20. Fachkongress für Holzenergie: Digitaler Kongresstag 7

Session 11: Holz- und Pflanzenasche

Der Einsatz von Holzasche bei der nachhaltigen Bewirtschaftung von land- und forstwirtschaftlichen Flächen ist seit vielen Jahren etabliert. Aber wie steht es um alternative Verwertungswege? Wie müssen Aschen gesammelt und für die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten aufbereitet werden? Liegt vielleicht die große Chance einer umfangreichen Verwertung im Baubereich? Dies sind zentrale Themen in der Session „Holz- und Pflanzenasche“.

Erste Forschungsergebnisse zeigen, dass sich Holz- und Pflanzenasche bei der Herstellung von Beton und Zement nicht hinter den Flugaschen von Kohlekraftwerken verstecken müssen.Neben einer generellen, klugen Aufbereitung spielt auch die Poolung von Aschen aus Kleinfeuerungsanlagen mit deren unterschiedlichen Qualitäten für alle Verwertungswege eine wichtige Rolle. Ebenfalls interessant ist, wie sich Aschequalitäten durch die Veränderung der Brennraumtemperatur beeinflussen lassen.

Die Session präsentiert Ihnen neuste Erkenntnisse aus Forschung und Praxis sowie einen Ausblick auf zukunftsweisende Aschenutzung. Freuen Sie sich auf wegweisende Trends, die im Einklang mit Bioökonomie, Kreislaufwirtschaft, Umweltschutz und CO2-Einsparung stehen.


Session 12: Negative CO2-Emissionen durch Bioenergie

„Ohne negative Emissionen werden wir den Klimawandel nicht aufhalten“ – so liest sich der 1,5°C-IPCC-Sonderbericht vom Oktober 2018. Nur durch den massiven Einsatz von „Carbon Dioxid Removal“ (CDR)- Technologien, also der breit angelegten Entnahme von CO2 aus der Atmosphäre, wird eine Zielerreichung des 1,5°C-Paris-Ziels wahrscheinlicher. Neben Maßnahmen wie Aufforstung, Landrenaturierung und Kohlenstoffsequestrierung in Böden, wird auch BECCS (Bioenergy-Carbon-Capture-and-Storage) eine große Zukunft beschrieben.

Diesen neuen Möglichkeiten der Bioenergienutzung widmen wir uns in Session 12 des diesjährigen Holzenergiekongresses.  Es werden Technologien, Verfahren und Bewirtschaftungsmethoden vorgestellt, die die Bioenergiebranche zur Kohlenstoff-Senkentechnologie machen und damit zukünftig einen unverzichtbaren Beitrag zum Klimaschutz leisten können.

Wir beschäftigen uns eingehend mit der Produktion von Pflanzenkohle durch Pyrolyse von Biomasse bei gleichzeitiger Energiegewinnung.  Die Möglichkeiten der Pflanzenkohlennutzung, nicht nur zur Sequestrierung von Kohlenstoff im Boden, sondern auch als Bodenhilfsstoff, sind ein weiteres Thema. Auch Bewirtschaftungsmethoden für Land- und Forstwirtschaft, die eine CO2 Kompensation bei gleichzeitiger Produktion auf den Flächen ermöglichen, werden dargestellt. Wir freuen uns auf Ihre aktive Teilnahme!