20. Fachkongress für Holzenergie: Digitaler Kongresstag 1

Session 1: Wirtschaftsmotor Holzenergie – klimafreundlich aus der Krise
Mit Holzenergie klimafreundlich und wirtschaftsstark aus der Krise.
Die derzeitige angespannte Lage ist eine Herausforderung für die ganze Nation, für die ganze Welt. Eine zuverlässige und sichere Energieversorgung ist gerade in diesen Zeiten elementar. Und diese sollte klimaschonend sein. Holzenergie bietet Antworten auf viele Fragen, die sich Gesellschaft und Politik in diesen Zeiten stellen.

  1. Mit Holzenergie können wir regional zuverlässig Energie bereitstellen.
  2. Dadurch werden vor Ort beständige Arbeitsplätze und Wertschöpfungsketten geschaffen.
  3. Holzenergie ist klimaneutral. Allein durch Holzenergie konnten in 2018 mehr als 35 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen brutto vermieden werden (UBA 37/2019).

Wie die Holzenergie tatsächlich ein Konjunkturprogramm für die Fahrt aus der Krise sein kann, skizziert Bernd Heinrich vom Kuratorium für Wald und Forstwirtschaft e.V. (KWF) und Vorstand Bundesverband Bioenergie e.V. (BBE).
Dr. Simone Peter, Vorsitzende des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V. (BEE), geht darüber hinaus auf die Grundzüge für ein nachhaltiges Corona-Konjunkturprogramm ein und erläutert, was geschehen muss, damit Deutschland gestärkt aus der Krise hervorgehen kann.

Holzenergie ist bereits jetzt eine technisch ausgereifte Lösung, die in umfänglichen Maßstabsdimensionen eingesetzt werden kann. Beispielsweise setzen inzwischen große Medizinproduktehersteller, wie B. Braun auf Holzenergie, als verlässlichen und klimafreundlichen Prozesswärmelieferanten.
Tobias Mayinger von der Prolignis Energie Consulting GmbH skizziert wie Versorgungs-sicherheit und Nachhaltigkeit auch in industriellen Maßstäben Hand in Hand gehen können. Um die Vorteiler dieser Energieform weiterzuentwickeln, werden seitens der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe umfassend Fördermittel ausgereicht. Einen Überblick und Schwerpunkte zeigt Dr. Steffen Daebeler von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) auf.

Session 2: Energie- und Altholz – Brennstoffe für die Energiewende
65 % Erneuerbare Energien soll das neue Ziel der europäischen Union werden. Doch wie soll das erreicht werden? Bereits jetzt leistet die Holzenergie einen gewichtigen Beitrag für die Energiewende. Als Bestandteil des Gesamtkanons der Bioenergie stellt sie gemeinsam mit Biogas und Biokraftstoffen mehr als die Hälfte der erneuerbaren Energien. Ohne geht es nicht. Doch, haben wir überhaupt noch Entwicklungsmöglichkeiten und Potentiale?
Hierauf geht Niels Kirstein vom Deutsches Biomasseforschungszentrum gemeinnützige GmbH (DBFZ) ein und skizziert nicht nur den Status Quo, sondern auch die Entwicklungen der Nutzung biogener Festbrennstoffe. Ergänzt werden diese Ausführungen von Dirk Briese von der trend:research GmbH / waste:research, der den Altholzmarkt bis 2030 näher unter die Lupe nimmt.

Ob und welche Grenzen es geben wird, werden Prof. Dr. Harald Thorwarth und Prof. Dr. Matthias Scheuber von der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg darlegen. Abschließend führt Felix Endriss von der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg Analysemethoden zur Qualitätssicherung von Holzbrennstoffen aus.